fembites - Mehr als Schokolade!

fembites - Mehr als Schokolade!

“Wir sind hier, um nicht nur Aufklärung zu schaffen und leckeren Support zu geben, sondern auch, um der Forschung ordentlich Feuer unterm Hintern zu machen!”, sagen Jana Deckelmann und Angelica Conraths von fembites.

Wie die beiden Gründerinnen feststellen mussten, gilt die Data Gender Gap nicht nur, aber auch im besonderen Maße für die Ernährungsindustrie: “Die meisten Studien werden am männlichen Körper durchgeführt”. Dabei spiele die Ernährung für den weiblichen Körper eine bedeutende Rolle.

In unserem Kurzinterview erklären Jana und Angelica wie “das Feuer” für fembites entzündet wurde und warum es ihnen um mehr geht als “nur” verdammt leckere und gesunde Schokolade. 

infaver: Was hat für Euch den Ausschlag gegeben zu gründen?

fembites: Unsere eigene Erfahrung damit, wie sich Ernährung auf unsere hormonelle Gesundheit und in dem Zuge auch Periodenbeschwerden auswirkt. Angelica hatte zwei Jahre bevor sie Jana kennengelernt hat, die Pille schon abgesetzt und nur Hormonchaos erlebt - von extremen Haarausfall und Stimmungsschwankungen zu einem heftigen Darmpilz, durch welchen sie eine Anti-Zucker (in jeglicher Form)-Kur machen musste. Dabei fiel ihr auf, dass es keine gescheite Alternative an Heißhunger-Snacks für sie gab. Alles, was süß war bedeutete zugleich Zucker, Emulgatoren, und und und. Jana hatte sich durch ihr Biologie und Ernährungsökonomie Studium schon länger auf die Auswirkungen von Ernährung auf den weiblichen Körper fokussiert und ihr fiel insbesondere auf, dass die Data Gender Gap auch in der Enrährungsindustrie eine große Rolle spielt. Die meisten Studien werden am männlichen Körper durchgeführt. Der weibliche Körper wird außen vor gelassen, dabei machen wir 50% der Weltbevölkerung aus. Als wir uns kennengelernt haben, ist ein Feuer aus uns entstanden, welches wir seither nicht löschen konnten, und das nennt sich fembites.

infavher: Was bedeutet Frauengesundheit für Euch?

fembites: Frauengesundheit bedeutet für uns vor allem hormonelle Gesundheit, und zwar ganzheitlich! Für uns bedeutet das, auf die individuellen Körper und Zyklen einzugehen und keine "one-size-fits-all"-Lösung zu verkaufen. Der eine Zyklus dauert 28 Tage, der andere 32. Wir sind alle Individuen und das sollte gestärkt werden!

infavher: Was wollt ihr durch Euer Unternehmen erreichen bzw. vielleicht auch verändern?

fembites: Wir stellen den Status Quo in Frage, wie die Gesellschaft "Frauenprobleme" bisher betrachtet und behandelt hat. PMS zum Beispiel, betrifft circa 85% der Menstruierenden. Warum "circa"? Wir wissen es nicht genau, denn daran wird kaum geforscht. PMS beeinträchtigt so viele Menschen. Die Stimmungsschwankungen, die Schmerzen, die Übelkeit. Alles Dinge, die den Alltag beeinflussen können und doch wird das Thema unter den Teppich gekehrt. Wir sind hier, um nicht nur Aufklärung zu schaffen und leckeren Support zu geben, sondern auch, um der Forschung ordentlich Feuer unterm Hintern zu machen. Wusstest du, dass an Erektionsstörungen 5x mehr als an PMS geforscht wird?


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