Gastbeitrag Brustkrebs: Was habe ich damit zu tun?

Gastbeitrag Brustkrebs: Was habe ich damit zu tun?

In meiner Reihe für infavher zum Thema Brustkrebs möchte ich euch zum einen die Berührungsangst nehmen und zum anderen einige Ideen zur Selbstachtsamkeit geben. Unterstützt werde ich dabei von einer lieben Freundin, die schon zweimal an Brustkrebs erkrankt ist und trotz des komplizierten Verlaufs der Krankheit immer versucht, alternative Wege für sich zu finden. Sie hat viel über sich und ihren Körper durch die Krankheit gelernt und möchte ihre Erfahrungen und Erkenntnisse gerne weitergeben. 

Mit etwas über 30% ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei uns Frauen in den industriellen Staaten*.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Daher gibt es nicht nur in Deutschland zahlreiche Organisationen und Stellen, die sich mit dem Thema Brustkrebs beschäftigen. Dennoch ist es nach wie vor ein Thema, das nur langsam in der Gesellschaft und vor allem bei den Betroffenen ankommt. Zu groß ist die Angst, sich mit dieser schwierigen Materie auseinanderzusetzen. Auch galt Brustkrebs lange Zeit als eine Erkrankung älterer Frauen. Doch in den letzten Jahren wird deutlich, dass diese Krankheit nicht vor bestimmten Gruppen Halt macht. Gerade jüngere Frauen sollten sich mit dem Thema angstfrei auseinandersetzen können, um bestmöglich informiert zu sein. 

Aber was ist Brustkrebs eigentlich genau? 

Man bezeichnet damit zunächst ein bösartiges Karzinom im Gewebe der Brust. Das Tückische ist die schnelle Ausbreitung der Krebsart im restlichen Körper, wenn erst einmal die Lymphknoten betroffen sind. Aus diesem Grund ist eine frühe Erkennung des Karzinoms entscheidend für den Krankheitsverlauf. Die Erkrankung ist sehr komplex und der Krankheitsverlauf individuell. So sind in den letzten Jahren zahlreiche Unklarheiten entstanden und es gibt in vielen Bereichen großen Aufklärungsbedarf. Allein die Bezeichnung ‚Mammakarzinom’, die sich umgangssprachlich durchzusetzen scheint, ist irreführend. Sie vermittelt den Eindruck, dass vornehmlich Mütter betroffen seien, was absolut nicht der Fall ist. Seit den 1980ern ist die Zahl der an Brustkrebs erkrankten Frauen in den Industrieländern auf das Doppelte angestiegen. In Deutschland werden jedes Jahr fast 18.000 Diagnosen gestellt. Dazu kommen etwa 6.500 Diagnosen der Vorstufe des Brustkrebs. Obwohl mehr Frauen heutzutage erkranken, sinkt die Sterblichkeitsrate aufgrund guter Behandlungsmöglichkeiten. 

Im nächsten Teil der Reihe werdet ihr Nützliches zur medizinischen Vorsorge rund um das Thema Brustkrebs erfahren und im Besonderen, was ihr selbst für euch tun könnt. 

Eure Laura

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Über unsere Gastautorin:

Laura Lenoir ist 37 Jahre alt und lebt mit ihren beiden Kindern und ihrem Mann in Mainz. Ursprünglich hat sie Italienisch, Französisch und Geschichte auf Lehramt studiert, orientiert sie sich nach einer Krebserkrankung beruflich aber neu und baut auf selbstständiges Arbeiten. Die Themen, mit denen sie sich kreativ auseinandersetzt, umfassen vom Verständnis von Weiblichkeit in unserer Gesellschaft über Kindererziehung bis hin zu mentaler und physischer Gesundheit ein weites Spektrum. Aus eigener Erfahrung hat sie gelernt, welche Bedeutung Selbstfürsorge für das eigene Leben und das der Lieben um einen herum hat. In Zukunft plant sie selbst Unternehmerin zu werden, um eigene Entscheidungen zu treffen.

*https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/frueherkennung.html


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