Was allein kann ich schon bewegen - Petitionen und Soziale Projekte

Was allein kann ich schon bewegen - Petitionen und Soziale Projekte

“Was allein kann ich schon bewegen, fragen sich 82 Millionen” - so oder so ähnlich kann man es auf vielen Plakaten und Flyern lesen, wenn es vor allem um die Klimakrise und Nachhaltigkeit geht.

Eine berechtigte Aussage finden wir und wollen diese zum Anlass nehmen, euch etwas mehr über die Petitionen zu berichten, die wir unterstützen. 

Warum ist es so wichtig, auf Missstände hinzuweisen und diese klar zu benennen? Ganz einfach, wenn wir es als junge Gesellschaft nicht tun, wer dann? 

Natürlich setzen auch wir uns für eine nachhaltige Lebensweise ein und bieten euch beispielsweise in unserem Shop nachhaltige Alternativen, die euren Lebensalltag bereichern und keineswegs einschränken. 

Neben der Klimakrise gibt es aber leider zahlreiche Entscheidungen und Entwicklungen, die in der Öffentlichkeit nicht so viel Gehör finden, wie ihnen eigentlich zustehen und wie es von Nöten wäre. 

Wir wollen euch einige Petition heute vorstellen, die ihr Augenmerk darauf legen:

Jährlich bezahlter PAP-Test!

Seit dem 01.01.2020 (ja, das liegt schon etwas zurück, aber habt ihr bereits davon gehört?) wird der bis dahin jährlich bezahlte PAP-Test (Papanicolaou-Test) für Frauen ab 35 nur noch alle drei Jahre von den Krankenkassen übernommen. Der PAP-Test ist die mikroskopische Untersuchung von Zellen in einem Zellabstrich vom Gebärmutterhals zur früh- bzw. rechtzeitigen Entdeckung von Krebs und dessen Vorstadien. 

Jährlich erkranken zwischen 4.000 - 5.000 Frauen an der tödlichen Krankheit Gebärmutterhalskrebs und wie bei jeder Krebserkrankung ist Vorsorge die beste Sorge. Die Einführung des PAP-Tests hat wesentlich dazu beigetragen die Heilungs- und Überlebenschance deutlich zu verbessern. Die Sterblichkeit bei Gebärmutterhalskrebs konnte somit in den letzten fünfzig Jahren um zwei Drittel reduziert werden.* 

Die Kosten pro Test betragen ca. 60€ und müssen von den Patientinnen nun privat getragen werden. Das klingt vielleicht im ersten Moment nicht viel, aber dennoch verunsichert es viele Frauen, die sich nun zwischen Kosten und Gesundheit entscheiden müssen. 

Gleichzeitig suggeriert es, dass die Untersuchung alle drei Jahre auch völlig ausreichend sei - was sie aber absolut nicht ist! 

Früherkennung und Vorsorge erhöhen die Heilungschancen und sollten zumindest einmal im Jahr von den Krankenkassen übernommen werden, um eben auch die Wichtigkeit der Vorsorge zu unterstreichen!

Paragraf 218 abschaffen!

Wir leben im 21. Jahrhundert in Deutschland - einem demokratischem Staat, der sich die Freiheit seiner Bürger ganz oben auf die Fahne schreibt. (Keine Sorge wir rutschen hier nicht in die Querdenker-Bewegung ab und werden zu Corona-Leugnern.) 

Aber dennoch ist der Begriff Freiheit sehr eng mit der körperlichen und sexuellen Selbstbestimmung eines jeden verbunden.  

Wie kann es sein, dass sich heute noch Menschen, die ihr Recht darauf wahrnehmen möchten, Hürden, Schikanen und traumatisierenden Erlebnissen ausgesetzt sehen.

Der Paragraf 218 des Strafgesetzbuchs zur Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs ist jetzt seit 150 Jahren in Kraft. Noch heute ist Abtreibung nur nach einer Zwangsberatung und innerhalb der ersten zwölf Wochen straffrei, aber nicht “legal”.  Er unterliegt einem besonderen gesellschaftlichen Tabu und ist im Strafgesetzbuch neben Mord und Totschlag aufgeführt. 

Im Medizinstudium wird die Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs nicht gelehrt und immer weniger Ärzt:innen nehmen Abtreibungen vor. 

Mehrere Petitionen fordern daher von der Politik, dass der Paragraf 218 als Straftat restlos gestrichen wird. Dafür soll es rechtliche Regelungen außerhalb des Strafgesetzbuches für einen Abbruch geben, die durch kompetente, ausreichende und wohnortnahe medizinische Versorgung unterstützt werden. 

Es gibt noch so viele Themen mehr, über die es zu sprechen lohnt und gilt! Daher schaut immer wieder unter unserem Blogbeitrag “Vorstellung: Soziale Projekte & Petitionen” vorbei und bleibt up-to-date. 

*https://www.patienten-information.de/kurzinformationen/gebaermutterhalskrebs

 


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